11 Kommentare
Avatar von User
Avatar von Zigarren-Micha

Sehr schön…

🤩

Avatar von Peter Mühlbach

Ja und es war schon zu DDR Zeiten eine Binsenweisheit, dass es beim Hausbau oft um die Frage ging, was denn eher fertig ist, das Haus oder die Ehe... :-(

Mich fragte mal ein Ukrainer: "Sag mal Peter, warum haben uns die Russen überfallen ? Das ist doch UNSER Land !"

Ich antwortete Ihm: "Dima, bitte schließe mal die Augen, dann siehst du, was UNSER ist."

Wir haben selbst mehrere unbelastete MFH zur Vermietung, da wir keine Rente beziehen, alldieweil wir zum Glück nie in die Rentenkasse eingezahlt haben. Aber selbst diese Häuser sind nicht UNSER, da wir nur auf der Durchreise sind. Letztlich genau wie Eure Familie, lieber Holm !

Gestern lese ich von Lars Klingbeil: "Wir müssen auch an die Rente ran" und habe mich halb tot gelacht. Wehe dem, der damals dem Norbert Blüm sein Kindermärchen glaubte: "Die Renten sind sicher" ;-) Richtig, so sicher wie die Corona Impfung.

Nein, "Sicher" ist nur der Tod !

Avatar von Holm Braeuer

Da sind jetzt viele Fäden auf einmal. Über Renten, Russen und Impfungen diskutiere ich lieber bei einem Bier als in den Kommentaren. Nur so viel: Ich glaube, dass ein mächtiger Staat grundsätzlich ein Problem ist. Nicht wegen der Leute, die gerade drin sitzen. Sondern weil die Maschine selbst zu groß ist. Da bräuchte es mal eine Kettensäge. Aber das ist ein anderes Thema.

Avatar von Peter Mühlbach

"Die meisten Ehen scheitern im oder nach dem Urlaub", lieber Holm... Nicht, dass Ihr Euch noch satt kriegt. Ich könnte so etwas gar nicht, komme nur mit mir selbst klar, langfristig vielleicht noch mit den Kindern und Enkeln. Aber es hat eben jede Lebensart Vor-und Nachteile.

Eines ist jedoch immer gleich:

"Nur gehört uns das alles nicht. Es ist geliehen. In ein paar Tagen geben wir es zurück."

Egal wo, mit wem und wie man lebt, es ist alles nur geliehen und nur eine Frage der Zeit, wann man loslassen muss !

Avatar von Holm Braeuer

Ich habe auch gehört lieber Peter, dass die meisten Ehen am Hausbau scheitern. Das haben wir schon hinter uns. Jetzt testen wir die Urlaubsvariante, nur eben ohne Rückflug. Mal sehen.

Und ja, geliehen ist am Ende alles. Stimmt auch. Nur merkt man das im eigenen Haus, im eigenen Dorf, mit den eigenen Gewohnheiten erst dann, wenn es zu spät ist. Wir werden alle paar Monate daran erinnert. Das ist unbequem. Aber vielleicht auch ein Vorteil.

Avatar von Peter Mühlbach

In Eurer Konstellation, ständig zu Viert zu sein, sehe ich noch die Gefahr speziell für die Tochter (sie ist nur ein Jahr älter wie meine geliebte Enkelin), dass sie unbemerkt seelisch etwas unter die Räder kommt. "Kinder brauchen Kinder", das ist keine Floskel, sondern die Wahrheit. So gut ich mich mit meiner Enkelin auch verstehe, ich sehe stets das Funkeln in ihren Augen, wenn sie mal eine Freundin besuchen kommt oder manchmal auch beim Sport und teilweise sogar in der Schule. Dass die Schule als Vorbereitung auf das Leben nur wenig taugt, ist dabei völlig klar. Aber "der Weg ist das Ziel" und die Vielfalt, auch im Umgang mit anderen Menschen und Kindern, ist ausschlaggebend für eine positive Entwicklung.

Avatar von Holm Braeuer

Da rennst du offene Türen ein. Das ist das eine Problem, für das wir noch keine gute Lösung haben. Aber Schule als Lösung für fehlende Kontakte ist ein bisschen wie Pendeln als Lösung für fehlende Bewegung. Technisch korrekt, praktisch ein seltsamer Umweg. Die Kontakte müssen her. Der Weg dahin ist bislang noch offen.

Avatar von Peter Mühlbach

Wenn sich unsere beiden Mädchen bereits kennen würden und befreundet wären, würde ich jetzt in der Osterferienwoche mal kurzentschlossen runterkommen und während die Kinnings miteinander spielen, würden wir Beide im Gespräch "die Welt wieder geraderücken"... ;-)

Aber das könnte doch ein guter Ansatzpunkt sein, dass mal eine gleichaltrige Freundin zu Besuch kommt, so lange Ihr noch nicht z.B. in Südamerika seid. Nur mit Bruder und Eltern geht sie definitiv kaputt.

Die andere Lösung: Nichts ist in Stein gemeißelt im Leben. Durch Eure richtige Aktion habt Ihr inzwischen den Kopf wieder freibekommen (oder bekommt ihn bald frei) und Ihr kommt selbst wieder zu Besuch (oder auch für immer) zurück nach Old Germany. "Heile Welt" gibt es nun mal definitiv nirgends.

Ihr kauft hier wieder ein hochinteressantes Objekt und baut es wieder aus. Das könnt Ihr doch unübertroffen großartig !!!

Ihr seid wirklich so großartige Eltern !

Avatar von Peter Mühlbach

Aus meiner Sicht kommt noch ein entscheidender Aspekt bei den Betrachtungen Eurer Situation hinzu:

Ihr spielt auch sprachlich beide Eltern in der höchsten Liga.

Langfristig wird es euer Gemüt erheblich beeinträchtigen, wenn Ihr euch ständig in Ländern aufhaltet, wo die deutsche Sprache nicht mal auf Laienniveau verstanden und angewendet wird.

Kurzum, zu DDR Zeiten hieß es: "Vorwärts Genossen, es geht zurück!" ;-)

Nochmals, Ihr habt ein wichtiges Signal gesetzt und alles richtig gemacht. Niemanden seid ihr Rechenschaft schuldig.

Es geht im Leben immer nur um die eigene Familie und um das Wohlergehen der Kinder !

Für mich seid ihr eine absolute Vorzeigefamilie und meine Bewunderung für euch bleibt, auch wenn Ihr Eure Odyssee fortsetzt.

Ich würde jetzt an eurer Stelle zum Beispiel diese Villa s.unten in Olbernhau für 80 k kaufen (vorher runterhandeln) oder die ehemalige Fabrikantenvilla in Mulda für 160 k, dort einziehen und wieder eine Perle daraus machen. Das könnt Ihr mit Abstand am Besten. Von daher wurde ich als Immobilien Beobachter ursprünglich erst auf Euch aufmerksam.

Überhaupt seid Ihr eine Familie der Tat, drescht keine hohlen Phrasen, wie die Politiker, sondern folgt stets der Vernunft und der Logik.

Habe jedoch immer auch Angst, dass Ihr in der Fremde ausgeraubt werdet. Die Welt ist voller Idioten und Verbrecher, vgl. Weltpolitik. Allzeit alles Gute für Euch!!!

https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/prachtvolle-villa-sucht-liebhaber-denkmalgeschuetztes-mehrfamilienhaus-in-zentraler-lage-/3303297526-208-4208

Avatar von Holm Braeuer

Danke dir für deine ausführlichen Gedanken und deine Wertschätzung.

Was die Kinder angeht: Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Wir schauen da hin und reden uns nichts schön. Gleichzeitig können wir nicht alles im Voraus lösen. Manches muss man leben, beobachten und dann ehrlich entscheiden.

Was Deutschland angeht: Eine Rückkehr ist im Moment nicht unser Plan. Wir sind gerade nicht an dem Punkt, an dem wir sagen: Jetzt schauen wir mal, wie wir möglichst schnell wieder in ein stationäres Leben zurückkommen.

Eher im Gegenteil. Wir wollen die Welt sehen, wir wollen weiterziehen, weiter lernen, weiter erfahren, wie sich dieses Leben für uns anfühlt. Nicht als Flucht, sondern weil wir gerade genau so leben wollen. Es geht nicht darum, ob es irgendwo "besser" oder "schlechter" ist. Das ist nicht der Punkt.

Auch das Thema Hauskauf und Ausbau ist für uns im Moment kein nächster Schritt. So spannend einzelne Objekte auch sein mögen: Dieses Kapitel liegt jetzt hinter uns. Gerade geht es für uns mehr um Bewegung als um Besitz.

Und danke auch für das Lob. Das freut uns. Gleichzeitig erleben wir natürlich nicht nur Zuspruch. Es gibt auch Zweifel, Kritik, Unverständnis und manchmal auch ziemlich klare Ablehnung.

Das gehört dazu, wenn man so lebt, wie wir gerade leben. Am Ende können wir diese Entscheidung aber weder über Applaus noch über Widerspruch definieren. Wir müssen selbst mit den Folgen leben, also müssen wir auch selbst entscheiden, was für uns richtig ist.